PETERS Arno / PETERS Anneliese: Synchronoptische Weltgeschichte

Peters Synchronoptische Weltgeschichte
Abb. 1: Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte*

Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte ist eine Geschichtsübersicht, die ich mir schon als Schüler gewünscht hätte. Sie lädt so freundlich zum Schmökern ein, dass selbst Menschen, die sich nicht besonders für Geschichte interessieren, ihre Freude daran haben können.

Unzählige Aha-Erlebnisse sind garantiert. Denn durch sein außergewöhnliches Format mit ausklappbaren Doppelseiten, auf denen jeweils zweihundert Jahre Weltgeschichte zu sehen sind, gibt er eine sehr weite Übersicht über geschichtliche Zeiträume. Der Hauptteil umfaßt den Zeitraum von 1000 v. Chr. bis 1952 n. Chr.

Wenn Du mehr wissen möchtest, lies diese sehr gelungene Beschreibung des Buches.

Hier findest Du noch ein paar Ansichten des Peters‘:

Peters Synchronoptische Weltgeschichte in der Totalen, einige Seiten ausgeklappt
Abb. 2: Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte in der Totalen, einige Seiten ausgeklappt (o.S.*)

Die Abbildungen 2 bis 5 zeigen, wie Personen, Ereignisse und Entwicklungen in folgende Kategorien eingeordnet werden:

  • Jahreszahl
  • Kriege, Revolutionen
  • Politik, Gesellschaftsordnung
  • Weltgeschichtliche Persönlichkeiten
  • Kultur, Kunst, Dichtung, Recht, Philosophie, Religion, Musik, Städtebau
  • Wirtschaft, Technik, Naturwissenschaft, Gemeinschaftsleben
  • Kulturepoche
Peters Synchronoptische Weltgeschichte aus der Nähe
Abb. 3: Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte aus der Nähe (o.S.*)

Die farblichen Abhebungen strukturieren das Textbild und erleichtern das Auffinden von Stichwörtern aus dem Namen- und Sachverzeichnis.

Sie sind folgendermaßen geordnet:

  • Wirtschaft etc. (grün)
  • Geistesleben etc. (blau)
  • Religion (violett)
  • Politik etc. (rosa)
  • Kriege (beige)
  • Revolutionen etc. (blasslila)
Peters Synchronoptische Weltgeschichte Detailansicht
Abb. 4: Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte Detailansicht (o.S.*)

Nur mal so zum Beispiel:
Du hast Dich schon immer gefragt, was wohl Thales von Milet, den griechischen Philososphen mit dem Kreis („sag‘ deinen Satz, Thales!“), und Nebukadnezar II., einen neubabylonischen König, miteinander verbinden könnte?

Ein Blick auf die richtige Stelle im Zeitband des Peters und Du siehst sofort: die beiden waren Zeitgenossen. Vor ungefähr 2600 Jahren.

Du schaust ein wenig weiter und stellst fest, dass in etwa um dieselbe Zeit um 630 v. Chr. Einwanderer aus der Bretagne nach England gelangt sind und die dortigen Ureinwohner verdrängt haben. Wie bitte, die Briten sind in Wahrheit Franzosen?

Dann fällt Dir noch auf, dass Thales zusammen mit Nebukadnezar II. die Hängenden Gärten der Semiramis hätte besuchen können, denn auch dieses Weltwunder fällt in den gleichen Zeitraum. Und überhaupt: Was machen eigentlich Sappho und Hesekiel gerade so?

 

Peters Synchronoptische Weltgeschichte Detailansicht quer
Abb. 5: Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte Detailansicht quer (o.S.*)

Dem Hauptteil mit dem Zeitband sind auf einer Doppelseite die „WICHTIGSTEN EREIGNISSE DER VORZEIT“ vorangestellt. Sie reichen von vor vier Milliarden Jahren (Entstehung der Erde) bis 1200 v. Chr. (Beginn der Eisenzeit). Sie sind „(…) IN GROSSEN ZÜGEN NACH DEM NEUESTEN STANDE DER NOCH SEHR LÜCKENHAFTEN FORSCHUNG AUFGEZEICHNET“ (o.S.*)

Hinten im Buch befindet sich noch, auf achtundzwanzig separat und gegenläufig eingebunden Seiten, ein ausführliches Namen- und Sachverzeichnis von Aachen bis Zypern. (o.S.*)

Hintergrundinfo:
Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte ist nicht ohne Kritik geblieben. Mehr dazu findest Du in der Wikipedia oder besser gleich im zugrundeliegenden Spiegel-Artikel.

Die Besonderheit des vorliegenden Exemplars:
Es trägt die Nummer 018849 *

Schade:
Peters‘ Synchronoptische Weltgeschichte ist vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich.

Doch zum Glück:
Die Büro W GmbH hat „den Peters“ ins digitale Zeitalter gerettet. Er steht nun als Der digitale Peters für den Betrieb auf PC oder Mac zur Verfügung. Dabei haben sich Hans Rudolf Behrendt, Dr. Thomas Burch und Dr. Martin Weinmann keineswegs darauf beschränkt, den Atlas lediglich zu digitalisieren. Sie haben ihn vielmehr auf eine ganz neue Ebene gehoben, indem sie ihm zahlreiche Funktionen beiprogrammiert haben. Der digitale Peters verfügt unter anderem über:

  • die Zeitkarte (im analogen Peters das Zeitband).
  • die Zeitscheibe, die ein Ereignis in den Mittelpunkt rücken läßt, wobei die damit verknüpften Daten wie auf Planetenbahnen automatisch darum angeordnet werden.
  • die Kartenauszüge zur Übersicht von Personen und Ereignissen.
  • ein stattliches Sahnehäubchen auf dem Kuchen in Form von 34.000 digitalisierten Originalkarteikarten, welche seinerzeit die Grundlage für die Synchronoptische Weltgeschichte gebildet haben.

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* PETERS Arno / PETERS Anneliese: Synchronoptische Weltgeschichte, (1. Aufl.), Frankfurt am Main: Universum, 1952